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Ab auf den Acker

Nachricht vom:

Beim Testlauf des Monitoringkonzeptes „Unkrautdiversität“ werden auf circa 60 Flächen in Brandenburg und Niedersachsen das Vorkommen und die Vielfalt von Ackerunkräutern erfasst.

Marienkäfer sitzt auf Ackerunkraut "Gänsefuß"
Beschreibung des Bildelements: Marienkäfer auf Gänsefuß (© M. Küttner, JKI)

Auf Ackerflächen bilden Unkräuter neben den Kulturpflanzen oft die einzige pflanzliche Nahrungsquelle und Habitatstruktur für Insekten und Agrarvögel und sind damit eine der wichtigsten Grundlagen für einen artenreichen Acker. Eine höhere Unkrautdiversität kann ökosystemare Dienstleistungen unterstützen wie z.B. eine höhere Bestäubung und die biologische Schädlingsbekämpfung. Da Unkräuter sowohl Wirtspflanze für Nützlinge als auch Schädlinge sein können, ist es wichtig nicht nur die Unkraut-Häufigkeit zu betrachten, sondern auch die vorkommende Artendiversität des Unkrauts. Ein positiver oder negativer Einfluss auf die angebaute Kultur kann sich demnach durch die einzelnen Unkrautarten und assoziierten Insektenarten ergeben.

Im MonViA-Modul „Ackerunkräuter“ wurde daher ein Monitoringkonzept für eine deutschlandweite Erfassung der Diversität von Ackerunkräutern konzipiert. Das Ziel ist eine kontinuierliche Erfassung der deutschlandweiten Diversität von Unkräutern, um daraus langfristige Trends in ihrer Entwicklung abbilden zu können. So können zukünftige Veränderungen in der Bewirtschaftung von Ackerflächen (Anstieg der ökologisch-bewirtschafteten Ackerfläche, Änderungen der Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung) abgebildet und die Auswirkungen derzeitiger politischer Strategien abgeschätzt werden.

Von der Theorie in die Praxis

In der Vergangenheit wurden bereits verschiedene Erhebungsmethoden verglichen. Die ausgewählte Erhebungsmethode sollte sich dabei insbesondere durch eine effiziente Erfassung der auf einer Ackerfläche vorhandenen Arten auszeichnen. Für die aktuelle Testphase des Monitoringkonzepts wurde die Transektbegehung als geeignete Methode zur Erfassung der Unkrautdiversität gewählt. Hierzu wird vorgeschlagen, dass pro Ackerfläche insgesamt drei Transekte mit einer Länge von 100 x 1 m angelegt werden, die sich auf die Unkrautvegetation im Schlaginnenbereich des Ackers fokussieren. Entlang der Transekte und in den Quadraten werden die vorkommenden Unkrautarten mit ihrer jeweiligen Abundanz (Häufigkeit) aufgezeichnet. Für die ausgewählten Flächen werden ebenfalls primäre Daten zur Art und Intensität der Nutzung erhoben (z.B. Kultur) sowie die Bewirtschaftungsweise (konventionell oder ökologisch) erfasst. Für eine zukünftige, langfristige Erhebung auf nationaler Ebene wird eine Flächenanzahl von ca. 500 Flächen vorgeschlagen.