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Der Blick von oben

Nachricht vom:

Fernerkundung und Geoinformationen sind zentrale Elemente, um die Landwirtschaft in die Zukunft zu führen. Hierzu leistet das Landnutzungsmonitoring in MonViA einen essentiellen Baustein.

Luftansicht von einem Feld mit verschiedenen Pflanzen
Beschreibung des Bildelements: © AdobeStock Yue Lan

Auf der größten Erdbeobachtungskonferenz, dem Living Planet Symposium vom 23. bis 27. Mai 2022, tauschen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler über neueste Erkenntnisse der Geowissenschaften aus und präsentieren sowie diskutieren neue Technologien in der Erdbeobachtung.

Auf dem Nebenevent „Earth Observation and Agriculture – Two Strong Partners“ wurde betont, dass die gewonnenen Erkenntnisse aus der Erdbeobachtung von großer Bedeutung für die Zukunft der Land- und Forstwirtschaft sind. Die Methoden der Fernerkundung haben ein großes Entwicklungspotenzial und können von Landwirtinnen und Landwirten auf vielfältige Weise genutzt werden, beispielsweise zur Ertragsschätzung im Grünland, oder zum gezielteren Einsatz von Pflanzenschutzmitteln.

Die Rolle der Erdbeobachtung in MonViA

Für das Monitoring der biologischen Vielfalt von Agrarlandschaften spielen Fernerkundungsdaten und Daten der Agrarstatistik eine essentielle Rolle.

Ziel des Landnutzungsmonitoring basierend auf Fernerkundungsdaten ist die Schaffung einer Datengrundlage sowie einer Geodateninfrastruktur, die es ermöglichen, auf Basis von Satellitenbild- und weiteren Geodaten regelmäßig und langfristig den Zustand und die Veränderungen in der Agrarlandschaft für ein Trendmonitoring zu dokumentieren. Hierzu wurden in der ersten Phase (2019-2021) zunächst eine Reihe von Attributen der Landnutzung und Landnutzungsintensität erfasst. Aus diesen werden in der zweiten Phase (2022-2023) satellitenbasierte Biodiversitäts-Indikatoren generiert, die eine Grundlage für die zukünftige Bewertung von Maßnahmen zum Erhalt und zur Verbesserung der biologischen Vielfalt in Agrarlandschaften für Deutschland liefern.

Daran knüpft das zweite Landnutzungsmonitoring basierend auf den Daten der Agrarstatistik an. Hier steht die Erschließung, Aufbereitung und Verknüpfung der georeferenzierten Daten der Agrarverwaltung, der statistischen Ämter sowie anderer Behörden im Fokus, um die Nutzung landwirtschaftlicher Flächen möglichst detailliert und flächendeckend zu beschreiben. Die verschiedenen Datensätze werden mit Hilfe von statistischen und geostatistischen Methoden verschnitten (data-enrichment) und in einer zentralen Datenbank zusammengeführt und nach Möglichkeit als Datendienste bereitgestellt.