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Mitmachen bei der Erfassung von Nützlingen und Schädlingen

Nachricht vom:

Gesucht werden Landwirtinnen und Landwirte von Zuckerrüben-Betrieben, die am MonViA-Forschungsprojekt NützLINK teilnehmen möchten.

Collage verschiedener Schädlinge, die im Zuckerrübenanbau auftreten.
Beschreibung des Bildelements: © JKI

Das „Aktionsfeld Zuckerrübe“ ist Bestandteil des MonViA-Teilprojektes NützLINK und geht der Frage nach wie groß die Vielfalt der Schadinsekten und ihrer Gegenspieler auf deutschen Ackern ist. Dazu ist zukünftig das Engagement von landwirtschaftlichen Betrieben im Raum Braunschweig gefragt.

Besonders beim Thema Insekten scheiden sich die Geister: Einerseits sind sie Teil einer intakten Agrarlandschaft, in welcher Nützlinge die Anbaukulturen weitestgehend von Schädlingen freihalten. Andererseits sind sie als Schadinsekten auf dem Acker unerwünscht, insbesondere wenn ein Schädling überhand gewinnt und Ernteverluste drohen. Bislang traten Schädlinge oft unterhalb dieser ökonomischen Schadschwelle auf sodass keine Bekämpfung erforderlich war. Jedoch sieht sich der Zuckerrübenanbau zukünftig nicht nur durch mildere Winter und Frühjahre der Gefahr eines steigenden Schaderregerdrucks ausgesetzt. Um das großflächige Abtöten von Insekten durch Insektizide zu vermeiden, ist es wichtig, dass Landwirtinnen und Landwirte nicht nur die Schadschwellen kennen, sondern auch die relevanten Schaderregerarten und Nützlinge identifizieren und unterscheiden können.

Um landwirtschaftliche Betriebe dabei zu unterstützen, wurde innerhalb von NützLINK eine Begleitbroschüre erstellt, mithilfe derer die Kenntnisse zu Schadinsekten und ihren Gegenspielern in der Zuckerrübe erweitert werden können. Dies bildet die Grundlage um während der Befallssaison ein eigenständiges Insekten-Monitoring auf den Feldern durchzuführen und die Daten an das NützLINK-Team des JKI zu übermitteln. Somit tragen die Betriebe dazu bei, eine Datengrundlage für die Beurteilung des aktuellen Zustandes der Insektenvielfalt in der Agrarlandschaft zu schaffen und diese Vielfalt künftig gezielt zu schützen.

Interessierte Landwirtinnen und Landwirte können sich am besten per Mail bei Jörn Lehmhus melden:

Dr. Jörn Lehmhus
Julius Kühn-Institut (JKI),
Institut für Pflanzenschutz im Ackerbau und Grünland
joern.lehmhus@julius-kuehn.de

Alle Teilnehmenden werden dann über Schulungstermine und das weitere Vorgehen informiert.

Weitere Mitmach-Möglichkeiten

Neben dem „Aktionsfeld Zuckerrübe“ umfasst das Citizen Science-basierte Teilprojekt NützLINK auch das „Aktionsfeld Streuobstwiese“. Dafür werden im Rhein-Main-Neckar-Gebiet Privatpersonen oder Vereine gesucht, die aktiv Streuobstwiesen pflegen und auf diesen Flächen bei der Erfassung von Nützlingen unterstützen wollen.

Hier geht es zum „Aktionsfeld Streuobstwiese“ auf der NützLINK-Website.