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Boden & Organismengruppen

Ackerunkräuter

Ackerunkräuter

Während das Teilprojekt „Vegetations-Monitoring“ die gesamte Vegetation im Agrarbereich umfasst, fokussiert sich das Teilprojekt „Ackerunkräuter-Monitoring“ auf die Vegetation der Ackerflächen. Ackerflächen bilden den größten Teil der landwirtschaftlichen Nutzfläche, weisen aber insbesondere unter intensiver Bewirtschaftung eine geringe floristische Diversität auf.

Eine Bewirtschaftungsänderung bei großen Flächenkulturen, z.B. Winterweizen, kann große Auswirkungen auf die floristische Diversität und damit die gesamte Biodiversität der Agrarlandschaft haben. Die Förderung von Kulturen mit geringem Anbauumfang, z.B. Leguminosen, kann besondere Bedingungen für spezielle Organismen schaffen.

Über verschiedene Programme werden derzeit Maßnahmen zur Erhöhung der Biodiversität in der Agrarlandschaft gefördert. Die meisten fördern nicht primär die Unkrautdiversität, sondern haben beispielsweise die Förderung von Insekten oder Säugetieren zum Ziel.

Im Teilprojekt „Ackerunkräuter-Monitoring“ werden unterschiedliche Erhebungsmethoden zur Bestimmung der Unkrautdiversität angewandt und verglichen. Innerhalb des Citizen Science-basierten Ansatzes erfassen zum Beispiel interessierte Landwirte ihre Ackerunkräuter. Durch die Nutzung einer App-basierten Bestimmungshilfe für Pflanzen (z.B. Flora Incognita oder Pl@ntNet) soll es den Landwirten leichtgemacht werden, die Verunkrautung ihrer Flächen zu bestimmen und ihre Daten für ein deutschlandweites Monitoringprogramm der floristischen Vielfalt zur Verfügung zu stellen. Letzendlich soll die Methodik identifiziert werden, die am besten zu den Rahmenbedingungen und Zielen eines deutschlandweiten Monitoringprogramms passt. 

Ansprechpartner/in

Lena Ulber
Julius Kühn-Institut für Pflanzenschutz in Ackerbau und Grünland
lena.ulber@julius-kuehn.de

Christoph von Redwitz
Julius Kühn-Institut für Pflanzenschutz in Ackerbau und Grünland
christoph.redwitz@julius-kuehn.de