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Studien, Methoden & Kooperationen

Technologieentwicklung

Technologieentwicklung

Die Digitalisierung eröffnet zahlreiche Möglichkeiten, mit denen Landwirte – während sie mit Landmaschinen, Drohnen oder stationären Messanlagen Arbeitsprozesse auf ihren Feldern ausfüh­ren – gewissermaßen nebenbei Daten zur biologischen Vielfalt erheben. Solche betriebsspezifischen Daten können eine wertvolle Ergänzung zu den Daten darstellen, die im Rahmen des professionellen Monitorings erhoben werden. Ziel ist es zu untersuchen, welche Organismen automatisiert während laufender Arbeitsprozesse auf dem Feld erfasst werden können und inwieweit die erforderlichen Sensoren und Auswertungsverfahren dafür bereits entwickelt sind bzw. welche noch entwickelt werden müssen. Basierend auf diesen Erkenntnissen sollen Prototypen für eine automatisierte Datenerhebung entwickelt und eine betriebliche und wirtschaftliche Gesamtanalyse unter Praxisbedingungen für einen großflächigen Einsatz berechnet werden. Neben der Gewinnung von interessierten Landwirten und Landtechnikherstellern müssen auch juristische Fragen zur Nutzung der betriebsbezogenen, automatisierten Daten geklärt werden.

Field Automatic Insect Recognizer - Device (FAIR-Device)

Fliegende Insekten können mithilfe der Entwicklung eines automatisierten Erfassungssystems aufgenommen werden. Der Prototyp mit einem solchen System kann an beliebigen Stellen stationär und permanent betrieben werden. Soweit er die Insekten einfangen und erkennen kann, erlaubt er eine automatisierte Aufzeichnung mit Uhrzeitangabe. Die Insekten werden anschließend wieder lebend entlassen. Kernkomponente des Erkennungs- und Unterscheidungssystems ist hierbei die sogenannte optoakustische Messung und Auswertung der Flügelschlagfrequenz (wingbeat frequency). 

Ansprechpartner

Juan Chiavassa
juan.chiavassa@thuenen.de
Martin Kraft
martin.kraft@thuenen.de
Thünen-Institut für Agrartechnologie

Netzwerk zur akustischen Biodiversitätsbestimmung in Agrarlandschaften

Wie sehen Konzepte für das Monitoring der biologischen Vielfalt mithilfe digitaler Methoden aus? Hierzu hat das Institut für Anwendungstechnik im Pflanzenschutz des JKI zwei Konzepte erstellt:

  1. Ein Netzwerk zur akustischen Biodiversitätsbestimmung in Agrarlandschaften mithilfe vorhandener Wetterstationen und akustischen Modulen, womit eine räumlich weit verbreitete Datenerfassung rund um die Uhr erzielt werden kann.

  2. Visuelle Erfassungstechniken, die z. B. bei Ernte, Mähen oder Mulchen, die Vielfalt der Arten im Erntegut oder auf den Landmaschinen online erfassen können.

Ansprechpartner

Dieter von Hörsten
dieter.von-hoersten@julius-kuehn.de
Jens Karl Wegener
jens-karl.wegener@julius-kuehn.de
Julius Kühn-Institut für Anwendungstechnik im Pflanzenschutz