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Die genetische Vielfalt ist eine Ebene der Biodiversität. Sie beschreibt die Vielfalt der genetischen Indormationen, die Lebewesen in ihrem Genom tragen. Die Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen warnt seit vielen Jahren, dass die Vielfalt von Kulturpflanzen und Nutztieren verloren geht. Warum ist das ein Grund zur Sorge? Die Erhaltung der Vielfalt unserer Sorten und Rassen ist für die Zukunft von enormer Bedeutung.
Für die Landwirtschaft ist die genetische Vielfalt der genutzten Pflanzen und Tiere eine essenzielle Grundlage für die Zucht und die Züchtung. Innovationen von neuen Sorten und Rassen für künftige Nutzungen tragen zur Sicherung der Ernährung und der Rohstoffversorgung bei. Landwirtschaftliche Systeme mit einer hohen Vielfalt sind besser gewappnet gegen Bedrohungen wie Schädlinge, Krankheitserreger und die Auswirkungen des Klimawandels.
Die Vielfalt heimischer Pflanzensorten und Nutztierrassen und das Wissen über ihren Anbau, Vermehrung und Nutzung sind ein schützenswertes Kulturgut mit wirtschaftlichem Potenzial. Ob als Gesicht einer Region, wie das Murnau-Werdenfelser Rind, oder als Teil der regionalen Geschichte, wie beim Grünkohl Lippische Palme: Beispiele lassen sich für alle Regionen Deutschlands finden, mit denen eine Wertschöpfung möglich ist.
Die Ebene der genetischen Vielfalt wurde bislang noch nicht ausreichend Bedeutung beigemessen und erfasst. Deshalb wird innerhalb von MonViA ein bundesweites Monitoring der genetischen Vielfalt in der Landwirtschaft entwickelt, welches ausgewählte Nutztierarten und Nutzpflanzen im Ackerbau sowie die genetische Vielfalt von Honigbienen abbildet.