Springe zum Hauptinhalt der Seite

Hintergrund und Ziele

Hintergrund und Ziele

Hintergrund und Ziele

Rund 50% der Fläche der Bundesrepublik Deutschland werden landwirtschaftlich genutzt. Daher kommt der Landwirtschaft eine bedeutende Rolle für die Erhaltung und Förderung der biologischen Vielfalt zu. Aktuelle Stellungnahmen weisen darauf hin, dass in der Art und Weise der landwirtschaftlichen Nutzung und der Ausgestaltung der Agrarlandschaften viele Ursachen für den Rückgang an biologischer Vielfalt begründet sind.

Derzeit lassen Daten und Indikatoren aus bestehenden Monitoringprogrammen zur biologischen Vielfalt nur in begrenztem Umfang wissenschaftlich belastbare Rückschlüsse auf die zugrundeliegenden Ursache-Wirkungsbeziehungen bzw. auf die Wirkung von agrarumweltpolitischen Maßnahmen zur Förderung der biologischen Vielfalt zu.

Im März 2019 fiel der Startschuss für das Vorhaben "Nationale Monitoring der biologischen Vielfalt in Agrarlandschaften".

Im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft sind insgesamt 13 Fachinstitute des Thünen-Institutes und des Julius Kühn-Institutes sowie die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung im Vorhaben aktiv.

Das nationale Monitoring der Biodiversität in Agrarlandschaften soll folgende Fragen wissenschaftlich fundiert beantworten:

  • Wie entwickelt sich die biologische Vielfalt in offenen Agrarlandschaften unter dem Einfluss der landwirtschaftlichen Produktion, des Landnutzungs- und des Agrarstrukturwandels?
     
  • Wie wirkt sich die Veränderung der biologischen Vielfalt auf die Leistungsfähigkeit und Stabilität der landwirtschaftlichen Produktionssysteme aus?
     
  • Wie wirken agrar- und umweltpolitische Maßnahmen auf die biologische Vielfalt, und welche Maßnahmen sollten der Politik empfohlen werden?

Das Verbundprojekt MonViA strebt eine langfristige Umsetzung an und befindet sich derzeit in der Pilotphase, in der wir standardisierte Erfassungsmethoden und Indikatoren entwickeln, aber noch keine Daten erheben.